Ecuador travel
 

 

Eine eher ungewöhnliche Quito Stadttour mit Elena Roch

Kurz nach der kulinarischen Tour von La Mariscal, von der wir kürzlich berichteten, ergab sich die Gelegenheit, bei einer weiteren Quito Stadttour das historische Zentrum von Quito zu entdecken. Bei diesem Event, das ebenfalls von Quito Tourismo marketorganisiert wurde, galt es neben kulinarischen Highlights auch eine Menge Eindrücke zur Handwerkskunst zu sammeln. Die erste Station des Tages war der Mercado San Francisco. Hier gibt es, soweit das Auge reicht, wunderbar frisches Obst und Gemüse, aber auch Fleisch, Fisch, Käse und frisch zubereitete Obstsäfte sowie Mittagsmenüs  zu guten Preisen. Außerdem kann man hier eine „Limpieza“ durchführen lassen, eine Reinigung von Körper und Geist, die durch die Anwendung von speziellen Kräutern schlechte Energien vertreiben soll. Es handelt sich dabei um eine uralte indigene Tradition.

Nach dem Marktbesuch wurden wir im Hotel Patio Andaluz in der Zubereitung der berühmten Empanadas instruiert. Wir machten uns alle fleißig an die Arbeit, doch schafften es nur einige wenige Naturtalente, die perfekte Form zu kreieren. Trotzdem durften danach alle die knusprigen Teigtaschen danach mit pikantem Aji und fruchtigem Kokos- und Mango-Saft genieβen. Als die letzten Empanadas verputzt waren, wurden wir zum Restaurante Theatrum geführt, von dessen Terrasse aus wir einen tollen Blick auf den Platz unter uns hatten. Man verwöhnte uns mit dem Cocktail des Hauses, der einen recht hohen Anteil an Caña, dem berühmten ecuadorianischen Zuckerrohrschnaps, enthielt. In einem der ältesten Cafés der Altstadt, der Heladería Augustin (gegründet im Jahre 1858), verfolgten wir dann die Herstellung des an jeder Straßenecke erhältlichen Helado de Paila. Diese Spezialität der Anden wird in einer helado de pailagroßen runden Metallschüssel mit einem Gemisch aus Früchten, Zucker, Wasser und manchmal etwas Milch hergestellt, wobei die Schüssel auf Eiswasser so lange bewegt wird, bis die Masse erstarrt. Auch hier durfte kräftig mitangepackt und schließlich verkostet werden. Anschließend blieb noch etwas Zeit, um die antike Einrichtung und Dekoration des historischen Cafés zu bestaunen.

Der nächste Stopp unserer Quito Stadttour war das Restaurant Hasta La Vuelta Señor, das durch seine einzigartige Lage im 3. Stock des Innenhofs des Palacio Arzobispal besticht. Hier erlebten wir die Zubereitung dreier weiterer Köstlichkeiten der quiteñischen Küche: Humitas, Tamales und Quimbolitos. Auch hier gab es nach einer Live-Zubereitung eine wunderbare Verköstigung, wobei sich Chef und Chefin persönlich um unser Wohl sorgten. Es folgte ein kurzer Besuch im Touristeninformationszentrum, das sich direkt in der Passage am Plaza Grande befindet und für alle möglichen Anliegen von Touristen zuständig ist, wie zum Beispiel Informationen zur Sicherheit und zum öffentlichen Transportsystem in Quito. Hier spricht man mehrere Sprachen und kann den Touristen daher mit allen Fragen und Problemen zur Seite stehen.

Das Highlight dieser Quito Stadttour erwartete uns im Keller des Hotels Plaza Grande: Wir durften unter Anleitung des Sous Chefs unsere eigene Ceviche zubereiten. Nachdem wir den köstlichen Eintopf mit Shrimp und frischem Fisch vertilgt hatten, wurden wir zu unserer Überraschung noch auf ein komplettes Mittagessen eingeladen. Während des Essens konnten wir nochmals die Zubereitung von Helado de Paila live verfolgen. Als wir danach satt und zufrieden waren, wurde der Raum verdunkelt und die für die Semana Santa (Karwoche) berühmten Cucuruchos servierten uns geheimnisvoll pacari2rauchendes Fruchteis. Das Spektakel wurde mit der richtigen Musik noch eine Spur dramatischer gestaltet und ist sehr empfehlenswert für alle, die mit einer einzigartigen Erfahrung nach Hause kehren wollen.

Am Nachmittag ging das Programm vielversprechend weiter. Zuerst entführte man uns im gemütlichen Café Galería Ecuador Gourmet in die Welt des Kakaos und der Schokolade. Man erklärte uns die Herstellung von Schokolade, die Bedeutung des Kakaoanteils sowie den Unterschied zwischen „guter“ und „schlechter“ Schokolade. Die ecuadorianische Pacari-Schokolade, die wir ebenfalls kosten durften, zählt zu einer der besten Marken weltweit. Danach folgte eine Besichtigung des Plaza de los Flores und des wunderschönen kolonialen Innenhofs des Museums Casa de Sucre. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir La Ronda, ein Gässchen, das eine Vielzahl an landestypischen Restaurants beherbergt, aber auch zahlreiche traditionelle Handwerksstätten. Wir besuchten einen Hersteller von sogenannten Bargueñas, antiken Holzkästchen, welche unzählige Geheimfächer enthalten, die vom Erbauer in mühevoller Handarbeit eingebaut werden und einem nicht Eingeweihten unerkannt bleiben. Früher wurden Bargueñas zum Versteck von Wertgegenständen benutzt, während sie heute eher Ziergegenstände darstellen. Die Herstellung eines solchen Kästchens kann über einen Monat dauern. Zusätzlich besuchten wir eine Töpferwerkstatt, einen Eisladen, wo ausschließlich typisch ecuadorianische Geschmacksrichtungen wie z.B. Colada Morada angeboten werden, eine Holzkreiselwerkstatt, eine Hutmacherei, sowie einen Laden mit  farbenfrohen, typisch indigenen Malereien. Auch ein Straßenspiel mitten auf der belebten Gasse, das normalerweise von ecuadorianischen Kindern gespielt wird, durfte zur Belustigung einiger Passanten bei dieser einzigartigen Quito Stadttour nicht fehlen. Zurück blieben als Fazit viele tolle Eindrücke von diesem interessanten Rundgang durch den historischen Stadtkern von Quito.

Kontaktieren Sie uns via E-Mail (info@positivturismo.com) oder Kontaktformular auf der Webseite, wenn Sie eine Quito Stadttour mit Positiv Turismo unternehmen möchten.

 

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