Ecuador travel
 

Ecuador Reiseinformationen

Auf dieser Seite finden Sie wichtige Ecuador Reiseinformationen, die Ihnen beim Planen Ihrer Ecuadorreise hoffentlich behilflich sein werden.

 

Alle Bürger der EU sowie auch der Schweiz benötigen für die Einreise nach Ecuador einen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Ein Visum ist nicht nötig. Der Einreisestempel ist obligatorisch und es wird in der Regel ein Aufenthalt von bis zu neunzig Tagen gewährt. Der Pass oder eine (beglaubigte) Passkopie muss stets mitgeführt werden. Bei Passverlust sollte die Botschaft in Quito aufgesucht werden (Webseite der Botschaft).

Visum

Für touristische Aufenthalte in Ecuador (bis zu 90 Tagen) wird kein Visum benötigt. Informationen zu Visabestimmungen für längerfristige Aufenthalte in Ecuador sollten bei der zuständigen ecuadorianischen Auslandsvertretung in Ihrem Heimatland eingeholt werden.

Deutschland– Auswärtiges Amt

Österreich– Außenministerium

Schweiz– Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

 

Bitte beachten Sie, dass sich die Einreisebestimmungen auch kurzfristig ändern können. Rechtsverbindliche Auskünfte zur Einreise können Ihnen nur die Auslandsvertretungen des jeweiligen Ziellandes erteilen.

 

Anreise

Für Ihre Anreise beraten Sie wir gerne individuell bei der Auswahl Ihrer Flugverbindungen.

An- bzw. Abreise über die USA

Deutsche Staatsangehörige können als Touristen oder Geschäftsreisende ohne ein Visum in die Vereinigten Staaten reisen oder das Land zur Durchreise (Transit) nutzen, wenn Sie im Besitz eines mindestens für die Dauer des Aufenthaltes gültigen maschinenlesbaren (bordeauxroten) Reisepasses oder eines Kinderreisepasses (mit Lichtbild) sind. Reisende in/über die USA sind seit dem 12.01.2009 verpflichtet, für die visumsfreie Einreise ein elektronisches Formular (ESTA) auszufüllen. Dies gilt auch wenn man die USA nur als Transitland benutzt. Dieses Dokument muss mindestens 72 Stunden vor Abflug beantragt werden und gilt als Reisegenehmigung. Es ist zwei Jahre gültig und kostet derzeit 14 USD (Stand 2012). Reisende, die einen vorläufigen Reisepass, einen Kinderreisepass oder Kinderausweis besitzen, benötigen ein Visum! Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern. Rechtsverbindliche Auskünfte zur Einreise können Ihnen nur die Auslandsvertretungen des jeweiligen Ziellandes erteilen. Informieren Sie sich deshalb bitte rechtzeitig beim Auswärtigen Amt.

Impfungen

Bei Direktflug aus Europa sind keine Impfungen vorgeschrieben. Wenn Sie jedoch aus bestimmten anderen Ländern mit Gelbfieber-Infektionsgebieten einreisen ( einige Nachbarländer) wird eine Impfbescheinigung verlangt. Ecuador steht auf keiner Risikoliste für Epidemien! Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des amerikanischen CDC (Center for Disease Control–nur auf Englisch verfügbar).

Als Basisimpfungen werden empfohlen:

  • Gelbfieber (teilweise vorgeschrieben- siehe unten)
  • Diphtherie/Tetanus/Polio Hepatitis A

Bei längeren Aufenthalten auch empfehlenswert:

  • Hepatits B
  • Cholera
  • Tollwut und Typhus

Die Standardimpfungen für Kinder sollten entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes auf aktuellem Stand sein. Außerdem sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Tropenarzt Rücksprache halten und sich ausführlich beraten lassen, ob Impfungen notwendig sind.

Höhenkrankheit

Aufgrund der Höhenlage Quitos (2.800 m ü. M.) kann es nach Ankunft in den ersten Tagen zu Symptomen wie Schwindel, Kopfweh, Müdigkeit oder auch Erbrechen kommen. Die Höhenkrankheit oder auch Soroche genannt, betrifft jedoch in erster Linie Bergsteiger. Die Anfälligkeit hierfür hängt von der individuellen körperlichen Verfassung ab sowie auch von Faktoren wie Ausgangshöhe der Bergbesteigung und der Aufstiegsgeschwindigkeit. Vermehrte Flüssigkeitszufuhr sowie Marschpausen wirken den Symptomen entgegen. Bei akuten Problemen sollte ein schnellstmöglicher Abstieg auf eine geringere Höhe und die Konsultation eines Arztes in Betracht gezogen werden.

Gelbfieber

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 12 Monate bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) gefordert. Bei Reisen in Provinzen im Amazonasgebiet (Orellana, Morona, Napo, Pastaza, Sucumbíos and Zamora) wird eine Gelbfieberimpfung empfohlen.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von hohem Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Ein hohes Risiko besteht in der Regenzeit in den Küstenprovinzen Esmeraldas, Manabí, Guayas und El Oro im Westen sowie in den östlichen Teilen der Amazonasprovinzen Sucumbíos, Napo und Pastaza. Die Galápagos Inseln sind malariafrei. Je nach Reiseprofil kann neben der Expositionsprophylaxe durch Kleidung, Mückenschutz und Moskitonetz auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein. Der Gebrauch von Malariaprophylaxen wird bei längeren Aufenthalten im Amazonasgebiet und in den Küstenregionen angeraten. Die Verwendung von mückenabwehrenden Mitteln (Autan, Repelex) sowie die Einnahme von Vitamin B (Complejo B) gegen Insektenstiche wird empfohlen. Die Auswahl von verschreibungspflichtigen Medikamenten sollte ein Tropen- oder Reisemediziner vornehmen.

Tollwut

Tollwut Besonders streunende Hunde können diese Krankheit übertragen. Bei einem Hundebiss unbedingt den Besitzer nach dem amtlichen Impfzertifikat fragen.

Denguefieber

Die Erkrankung wird von der tagaktiven Aedes-Mücke übertragen und tritt in Ecuador saisonal in der Hauptregenzeit auf. Die Ausbrüche konzentrieren sich auf die Provinzen Loja, Guayas und Esmeraldas. In der Regel geht die Infektion mit Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen und Hautausschlag einher, in Einzelfällen kann es jedoch zu ernsthaften Gesundheitsschäden wie inneren Blutungen kommen. Ein Mückenschutzmittel tagsüber wird dringend empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichenHIV/AIDS-Infektion.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten. Dieses sollte nur geschält oder gut gekocht sein. Trinken Sie nur Wasser und Softdrinks aus der Flasche. Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur im abgekochten Zustand getrunken werden, Getränke mit Eiswürfeln gemieden werden. Vermeiden Sie an Straßenständen zu essen.

Haut

Ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor ist sowie in den Anden (Höhensonne) als auch an der Küste zu empfehlen. Ein Sonnenhut oder eine andere Kopfbedeckung schaffen Abhilfe.

Reiseapotheke

Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Zur Frage einer individuellen Reiseapotheke ist Beratung durch einen Tropenmediziner/ Reisemediziner sinnvoll.

Medizinische Versorgung

Die ärztliche Versorgung in den Metropolen Quito und Guayaquil ist, zumindest auf privater Basis, europäischen Verhältnissen ähnlich. Moderne Kliniken und im Ausland promovierte Ärzte leisten gute Dienste. Privatkliniken bestehen zumeist auf einer vorherigen Bezahlung der Behandlung. Staatliche Hospitäler und ländliche Gesundheitsämter sind technisch, apparativ und/ oder hygienisch schlecht ausgerüstet. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Es ist oft damit zu rechnen, dass der Patient für die anfallenden Behandlungskosten zunächst in Vorlage treten muss.

Was in den Koffer kommt, hängt in erster Linie von den Aktivitäten ab, weniger von der Dauer des Aufenthaltes. Quito liegt auf etwa 2.800m und hat manchmal an einem einzigen Tag ein Vierjahreszeitenklima: milder Frühlingsmorgen, Sommer am Mittag, herbstlicher Hagelschauer am Nachmittag und laue, winterliche Nächte.Im Dschungel muss man häufigen Niederschlägen rechnen und an der Küste werden Temperaturen um die 30 Grad Celsius erreicht.

 

Was Sie mitbringen sollten:

Kleidung

  • leichte Wind- oder Goretex Jacke
  • warme Kleidung (Fleece)
  • Regenponcho
  • Goretex Hose Jacke mit Innentaschen
  • Jeans, Trekking- und Freizeithose, Shorts
  • langärmelige Baumwollhemden
  • T-Shirts
  • Badebekleidung
  • für den Dschungel leichte, lange, schnell trocknende Kleidung

 

Schuhe

  • Wanderschuhe
  • Sportschuhe
  • Mokassins
  • Sandalen
  • Flip Flops
  • Schalenstiefel (+ weitere Ausrüstung) werden bei geführten Bergbesteigungen üblicherweise vermietet
  • Gummstiefel für Dschungeltouren werden meist kostenlos zur Verfügung gestellt (ab Schuhgröße 45 besser eigene mitbringen)

 

Nützliches

  • Insektenschutzmittel (Deet- Anteil beachten)
  • Sonnencreme (hoher Lichtschutzfaktor), Sonnenbrille, Sonnenhut
  • mehrere Plastiktüten zum Schutz vor Feuchtigkeit
  • persönliche Medikamente / kleine Reiseapotheke
  • Taschenlampe und Batterien
  • Fernglas
  • Kamera

Was ist die Währung in Ecuador?

Seit 2000 ist die offizielle Währung der US- Dollar nach einer schweren Bankenkrise in Ecuador und dem Verfall der Landeswährung Sucre. Es existieren eigene Prägungen der Münzen bis 50 Centavos, welche nur in Ecuador akzeptiert werden. Banknoten sind in 1-, 5-, 10-, 20-, 50-, und 100- Dollar Noten erhältlich.

Geld abheben

In den größeren Städten kann an Bankautomaten Geld abgehoben werden und in Wechselstuben Euro bzw. Franken in Dollar getauscht werden (dies kostet jedoch meist eine Gebühr zwischen 3- 5 %). Geldautomaten akzeptieren meist europäische Maestro- (EC)- Karten und Kreditkarten. Vor der Reise bei Ihrer Hausbank über Konditionen und Tarife informieren, die beim Karteneinsatz im Ausland anfallen.

Heben Sie wenn möglich nur Banknoten bis 20 USD- Wert ab, da größere Scheine selten akzeptiert werden. In größeren Geschäften und Hotels kann oft auch direkt mit Kreditkarte (Visa, Mastercard, Diners, seltener American Express) bezahlt werden.

Im Notfall kann die Western Union (www.reisebank.de) in kurzer Zeit größere Geldtransfers nach Ecuador leisten. Bei Verlust, Diebstahl oder Missbrauch Ihrer Bank- oder Kreditkarte, sollten Sie diese umgehend sperren lassen. Nähere Informationen zur 24- Stunden- Notrofnummer erhält man unter www.sperr-notruf.de.

Für deutsche Maestro- und Kreditkarten gilt die einheitliche Sperrnummer: 0049 116 116,.

Zeitverschiebung

  • Differenz zur MEZ: − 06:00 auf dem Festland
  • Differenz zur MEZ: − 07:00 Galapagos Inseln
  • Während der Sommerzeit (MESZ): – 7 bzw. – 8 h

 

Strom

Ecuadors Stromnetz steht unter einer Spannung von 110 Volt bei einer Frequenz von 60 Hertz. Überprüfen Sie vorher Ihre elektrischen Geräte, die meisten Akkus sind aber überwiegend in der ganzen Spanne von 100 bis 240 Volt verfügbar und müssen lediglich mit einem Adapter für die US- amerikanischen Flachstecker verwendet werden muss. Adapter sollten, wenn möglich, aus Deutschland mitgebracht werden, sind aber zumindestens in Quito und Guayaquil in Fachhandeln verfügbar. Spannungsschwankungen im stark belasteten Stromnetz können empfindlichen Geräten schaden und können mit Spannungsreglern (niveline) ausgeglichen werden. In gehobenen Hotels und Luxuskreuzfahrtschiffen gibt es teilweise sogar Anschlüsse für 220 Volt.

Wie sicher ist Ecuador?

Bei Einhaltung einiger Regeln für die persönliche Sicherheit, ist Ecuador ein relativ sicheres Reiseland. Trotzdem gibt es Ecuador Reiseinformationen, die Ihnen helfen können, potentiell unangenehme oder gefährliche Situationen zu ermeiden. In Menschenansammlungen (in Bussen, zentralen Plätzen und/oder Märkten) kann es vermehrt zu Diebstählen von Wertgegenständen/Handtaschen etc. oder Überfällen kommen. Deshalb einige Vorsichtsmaßnahmen: a. Achtung beim Einsteigen in Busse ohne garantierte Sitzmöglichkeiten; b. Geld und Wertsachen verschlossen in den Jackeninnentaschen aufbewahren;c. keine Wertgegenstände, Schmuck etc. zur Schau stellen; d. Dokumente während des Sightseeings nur als Kopie mitnehmen; e. Wertsachen nicht unbeaufsichtigt lassen; f. keine Gegenwehr bei einem Übergriff; g. nachts dunkle, verlassene Straßen und Parks meiden; h. bei Grenzübergängen das eigene Gepäck im Auge behalten; i. nur registrierte Taxis verwenden; j. nach Möglichkeit im Hotel/Restaurant vorbestellen.

Lesen Sie dazu auch die Ecuador Reiseinformationen und aktuellen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts in Berlin (http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/EcuadorSicherheit_node.html)

Sollten Sie Opfer eines Überfalls geworden sein, wenden Sie sich unmittelbar an eine Polizeistelle- eine comisaría, die Ihre Anzeige entgegen nimmt. Bei schwerwiegenderen Fällen und wenn Ihre Reisedokumente abhanden gekommen sind, kontaktieren Sie in jedem Fall die diplomatische Vertretung Ihres Landes.

Wieviel Trinkgeld ist üblich?

In Restaurants sind üblicherweise bereits 10% für den Service und 12% Mehrwertsteuer (IVA) in der Rechnung enthalten. In besseren Lokalen wird meist nochmals 5- 10% Trinkgeld erwartet. Bergführer und Guides erhalten je nach Qualität der Führung pro Gruppenmitglied 2 bis 5 $ pro Tag. Zimmermädchen, Hotelboys, Autoaufpassern und Gepäckträgern sollte man auch ein kleines Trinkgeld zukommen lassen.

Information zu Land & Leuten

Topographie

Vier geografische Zonen werden im kleinen Andenstaat unterschieden: das Andenhochland (Sierra), das Amazonastiefland (Oriente), die Küste (Costa) und die ca. 1000 Kilometer entfernten Galapagosinseln, welche nicht unterschiedlicher in Topografie, Vegetation, Klima und Lebensformen sein könnten.

Die zwei Gebirgsketten (Ost- und Westkordillere) der Anden mit der Hauptstadt Quito im Norden bilden die Region der Sierra mit über 30 Vulkanen, welche zum Teil noch aktiv sind. Der 5897 Meter hohe Cotopaxi stellt den höchsten aktiven Vulkan der Erde dar.

Klima

Grundsätzlich kann Ecuador das ganze Jahr über bereist werden. Aufgrund der großen Höhenunterschiede herrschen in den verschiedenen Landesteilen sehr unterschiedliche klimatische Verhältnisse. Bedingt durch die Äquatorlage, kommt es im Jahresverlauf zu keinen großen Temperaturschwankungen.

Man unterscheidet lediglich in eine Regenzeit (von Ende Dezember bis Anfang Juni) und in eine Trockenzeit (Juli bis November). Heftige tropische Regenschauer sind jedoch auch zur Trockenzeit keine Seltenheit.

Das Andenhochland:

Das Klima in den Anden ist durch starke Temperaturschwankungen während des Tagesverlaufes gekennzeichnet. Anstatt dem Vierjahreszeitenklima spricht man hier vom Vier-Tageszeiten-Klima: milder Frühlingsmorgen, Sommer am Mittag, herbstlicher Hagelschauer am Nachmittag und laue winterliche Nächte.

Das Amazonasgebiet:

Bei Temperaturen zwischen 23 und 36 °C herrscht ein sehr hoher Grad an Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über. Die niederschlagreichsten Monate sind gewöhnlich Juni und Juli. Die Trockenzeit ist von September bis Dezember.

Die Küste:

Die Pazifikregion weist ausgerechnet zur Regenzeit (Januar bis Mai) einen blauen Himmel vor. Das ist die beste Badesaison und die Temperaturen liegen zwischen 25 und 32 °C. Die Niederschlagsmenge nimmt von Norden nach Süden ab. In der Trockenzeit ist der Himmel vormittags meist sehr bewölkt und es kann sich ein hartnäckiger Hochnebel mit leichtem Nieselregen (Garúa) bilden. Zu Walbeobachtungen eignen sich besonders die Monate Juli, August und September.

Die Galápagos Inseln:

Das Klima ist trocken mit Temperaturschwankungen zwischen 22 und 32 °C. Zur Regenzeit (Januar –Juni) tropische Regenschauer, sonnig und Wassertemperaturen um die 23 °C. Von Juli bis Dezember ist es meist diesig, windig, kühl und die Wassertemperaturen liegen meist unter 20 °C. Dadurch erhöhtes Planktonvorkommen – und somit für Taucher eine besonders gute Saison! Es kann manchmal zu einem leichten Niesel-Regenschauer kommen.

Flora & Fauna

Ecuador vereint auf seinen rund 272.000 Quadratkilometern Staatsfläche, als kleinster der Andenstaaten, eine enorme Fülle an Flora und Fauna. An fast keinem anderen Ort der Welt treffen so viele Extreme in einem Land aufeinander. Eine Vielzahl verschiedenster Biozonen lässt sich durch die jeweiligen Höhenlagen erklären. Palmen am Sandstrand, tropischer Regenwald, schneebedeckte Vulkane, mystischer Nebelwald und stille Kraterlagunen liegen meist nur wenige Autostunden voneinander entfernt. Daneben die sensationelle Artenvielfalt mit beispielsweise über 20.000 bekannten Pflanzenarten. Die verschiedenen Vegetationszonen werden in Ecuador nach der Tierra Nevada (ab 4.800 m), die Tierra Helada (ab 3.600 m), die Tierra Fría (3.600- 2.000 m), Tierra Templada (2.000- 900 m) und der Tierra Caliente (900- Meeresspiegel) unterschieden.

Flora

Die Tierra Helada – Zone des Hoch- Páramos, wird von Flechten und Moosen bewachsen. In niedrigeren Lagen sind auch durchaus hartlaubige Sträucher und Bäume, wie der Polylepsis und das Mönchsgewächs frailejones im Norden Ecuadors. Dieses kann bis zu 4 Meter hoch werden und ist eines der spektakulärsten Vertreter, welches sich an die Klimagegebenheiten bestens angepasst hat.

Darunter bestimmen weniger Frost, aber dennoch starke Temperaturschwankungen und Winde die Vegetation. Die Tierra Fría ist durch weite Graslandschaften mit vielen Tälern geprägt. Hier wachsen verschiedene Fuchsienarten und zahlreiche Orchideen-, Bromelien und Epiphytenarten. Durch die relativ hohe Besiedlungsrate gibt es viele Einschnitte in die Land- und Viehwirtschaft.

Die Tierra Templada zeichnet sich durch immergrüne tropische Bergwälder aus. Palmen, Zedern, Zypressen, Baumfarne, Moose, Orchideen, Bromelien und Flechten nutzen den Nebel und die hohen Niederschläge. Eine charakteristisch typische Form ist der Nebelwald (zwischen 1000 und 3000 Meter Höhe), welcher die maximale Luftfeuchtigkeit nutzt und an diese gebunden ist.

Anschließend folgt die Tierra Caliente mit dichter, undurchdringlicher Regenwaldbewachsung, hoher Luftfeuchtigkeit und Durchschnittstemperaturen zwischen 22 und 25 Grad. Gewaltige Bäume mit bis zu 40 Metern Höhe, Lianen, Baumkakteen und der stachelstämmige, flaschenförmige Ceibo haben sich an die nährstoffarmen Böden angepasst. Eine schier unbeschreibliche Artenvielfalt, der Stockwerkaufbau, mehr als 70 Prozent der Pflanzen können über 200 Jahre alt werden und die fehlenden Jahreszeiten, welche den Regenwald immergrün erscheinen lassen, prägen die Gebiete des gesamten westlichen Amazonasbeckens im Oriente und das pazifische Küstentiefland der Costa.

Im Südwesten Ecuadors ist das Landschaftsbild aufgrund geringer Niederschläge durch Savannenwälder geprägt. Im Übergangsbereich von Meer und süßwasserreichem, flachem Hinterland haben sich Mangrovenwälder, zum Teil auch als große Brutstätte der Meeresfauna, gebildet.

Fauna

Auch die Tierwelt Ecuadors besitzt eine unglaubliche Artenvielfalt. Viele von ihnen sind endemisch und somit einzigartig. Mehr als 2400 verschiedene Arten an Landwirbeltieren haben ihre Heimat in Ecuador. Majestätische Anden- Kondore, Bergtapire, Kolibris, Kaimane, Jaguare, Affen, Pumas und hunderte verschiedene Vogelarten sind nur wenige Beispiele.

Besonders die Galapagos Inseln stellen ein herausragendes Beispiel endemischer Tier- und Pflanzenarten dar. In der Trockenzeit eher karg und wüstenhaft, ist die Tierwelt doch ein Höhepunkt, obwohl verglichen mit dem Festland eine geringere Artenvielfalt von Flora und Fauna besteht. Vier Säugetierarten (Galapagos Seelöwe, Pelzrobbe, Reisratte, Fledermaus), verschiedene endemische Galapagos- Riesenschildkröten, Leguane, Lavaechsen, Geckos, Schlangen und spannende Vogelarten (Albatros, Tölpel, Fregattvögel, Pelikane, Pinguine, Spottdrosseln, etc.) ziehen jährlich viele Besucher an, welche mit unvergesslichen Erlebnissen auf das Festland Ecuadors zurück kehren.

Bevölkerung

In Ecuador leben rund 15.4 Mio. Einwohner (Stand Juli 2013) . Vor allem konzentriert sich die Bevölkerung in den Städten Ecuadors. Deutlich mehr als die Hälfte der Bewohner hat den Wohnsitz in einer der ecuadorianischen Städte. Davon sind Guayaquil und Quito die größten Ballungsräume. Die Küstengebiete sind vergleichsweise auch dicht besiedelt, während weniger Menschen im Oriente leben.

Amtssprache in Ecuador ist Spanisch. In den Andenregionen wird man aber noch oft das traditionelle Quechua der Indígenas hören, welches auch zweite offizielle Sprache des Landes ist. Das Quechua stammt ursprünglich von den Chinchay, einem Volk aus Peru, ab. Einige Wörter aus dem Quechua sind auch im Spanischen geläufig, wie das Quechua Wort „guagua“ für „bebé“ (zu deutsch: Baby).

Die ethnische Zusammensetzung kann folgendermaßen gegliedert werden: etwa 36% der Bevölkerung sind Indígenas (Ecuador ist eines der lateinamerikanischen Länder mit dem höchsten Anteil indigener Bevölkerung), 42% Mestizen- also Nachfahren von Indígenas und Weißen, 10% sind Weiße, 10% Schwarze und 2% asiatischer Herkunft.

Die Mehrheit der ecuadorianischen Bevölkerung folgt dem katholischen Glauben.

Kulinarisches

Die wichtigste Mahlzeit für den Ecuadorianer ist das Mittagessen – Almuerzo genannt. Eine Suppe, Hauptgericht, Fruchtsaft und evtl. eine Nachspeise sind in vielen Lokalen für wenige USD zu bekommen. Die ecuadorianische Küche ist vor allem durch regionale Unterschiede gekennzeichnet.

Sierra

In den Anden zählen beispielsweise verschiedenste Suppen aufgrund der gemäßigten Temperaturen zum Speiseplan. Die bekannteste ist vielleicht die Locra de Papa- eine Kartoffelsuppe mit Avocado und Käse.

Das Andenhochland ist die Heimat von Kartoffeln und Mais -in allen Variationen. Überall kann ein Choclo- ein gelb gebackener Maiskolben- erstanden werden. Llapingachosas sind eine Art Pfannkuchen aus Kartoffeln und Käse.

Doch ein nicht wegzudenkender Bestandteil eines traditionellen Mittagessens ist das Fleisch. Ob das Nationalgericht Cuy (Meerschwein, am besten in Cuenca probieren), Huhn, Ziege, Lamm oder Schwein- bei den Zubereitungsarten sind keine Grenzen gesetzt: gebacken (hornado), frittiert (fritada), gebraten (lomo fino ist dünnes, durchgebratenes Rinderfilet)…

Im Hochland kann man auch köstliche Forellen- truchas (beispielsweise in Papallacta)- verkosten.

Oftmals werden mit Ají- einer sehr scharfe Gewürzsoße aus Cayenne Pefferschoten und Koriander die Gerichte aufgepeppt.

Costa

Die Küstengebiete sind deutlich maritim geprägt.

Garnelen (camarones), Krebse (cangrejos- in der Region Guayas probieren) oder Welssuppe (caldo de bagre) zählen nur zu einigen Favoriten.

Zum Nationalgericht der Küste zählt Ceviche: herzhafte, kalte Meeresfrüchtecocktails, welche aus Fisch (Pescado), Muscheln (Concha), Shrimps (Camarones), Tintenfischringen (Calamares) oder als Mix aus allem (Mixto) bestehen können. Die Bestandteile werden roh in Zitronensaft mit Zwiebeln und Kräutern mariniert und anschließend zusammen mit Popcorn serviert.

In Esmeraldas mischt sich traditionelle Küche mit afrikanischen Einflüssen. Encocados- Fisch oder Shrimps in einer schmackhaften Kokossoße sollte man sich nicht entgehen lassen. An der Küste kommt man an Kochbananen und Reis nicht vorbei- diese werden gern als Beilage serviert. Corviche ist der perfekte Snack für Zwischendurch. Eine Masse aus Kochbananen wird mit Fisch, Shrimps oder Hühnchen gefüllt und zu einem Kloß geformt.

Selva

Die typische Küche des Oriente ist nicht wirklich weiter über die Region hinaus bekannt. Yucca ist oftmals die Grundlage für Gerichte. Exotische Fleischtraditionen wie Vögel, Affen oder Tapire werden aber hauptsächlich auf dem Tisch der Einheimischen gefunden.

In den Dschungel Lodges orientiert sich die Küche stark an der Sierra und Selva.

Getränke

Die vielen verschiedenen Früchte sind eine köstliche Grundlage für Fruchtsäfte – frisch püriert oder gemixt. Papaya, Banane, Orange, Tomate de Arbol (Baumtomate), Brombeere, Maracuja, Wassermelone oder Grapefuit sind nur eine kleine Auswahl. Diese Säfte werden meist zum Mittagsmenü serviert. Unverdünnt als Jugos puros, mit Wasser als Jugos con agua oder als Batida (Milchshake).

Andere alkoholfreie Getränke sind ebenso erhältlich: Wasser mit oder ohne Kohlensäure, colas (alle nicht-alkoholischen Limonadengetränke), Kaffee (obwohl die Kaffee- Kultur in dem Exportland noch in den Kinderschuhen steckt, meist wird ein dickflüssiges Konzentrat gereicht, welches mit Wasser oder Milch verdünnt wird) und Tee (aromaticas).

Berühmtes Nationalgetränk ist Canelazo – ein heißes alkoholisches Getränk aus Wasser, Zimt, Nelken, Naranjillasaft und starkem Zuckerrohr- Aguardiente. Kann besonders gut in der „Ronda“ – in der Altstadt Quitos probiert werden.

Bei der indigenen Bevölkerung ist Chicha beliebt – ursprünglich von den Quechua- Indianern gebraut, ist es ein Maisbier und für den europäischen Gaumen etwas gewöhnungsbedürftig.

An Allerheiligen (2. November) wird die colada morada hergestellt, bestehend aus schwarzem Maismehl und Früchten wie Naranjilla, Ananas und Brombeere und serviert mit guaguas de pan („Brotbabies“, die verziert sind).

Die zwei geläufigsten Biermarken sind Pilsener und Club. Daneben die recht junge Biermarke Brahma. Ausländische Konzerne wie Heineken oder Franziskaner mischen aber auch immer mehr im Markt mit.

Weine werden fast ausschließlich importiert und sind dementsprechend teuer. Cocktails (cocteles – beliebt: Cuba Libre) und Drinks (tragos) sind überall zu bekommen. Als weit verbreiteter Schnaps ist Aguardiente (Zuckerrohrschnaps) bekannt.

Traditionen und Feiertage

Für den Ecuador Besucher beginnt das Jahr gleich mit landesweiten Neujahrsfesten spannend. Anschließend finden Folkloreveranstaltungen am 6. Januar anlässlich der Heiligen Drei Könige statt. Karneval wird heutzutage ausgelassen mit Wasserschlachten und Maismehl begangen. Das hat bereits vorchristliche Wurzeln und soll eine Art Fruchtbarkeitsritus für eine reichhaltige Maisernte sein, da die Maispflanze bei den Sierra- Indígenas eine eigene Seele besitzt. In Guaranda, Hauptstadt der Provinz Bolívar, wird der Karneval besonders lebendig und traditionell gefeiert. In Ambato trifft die Fiesta de las Frutas y de las Flores (Blumenfest) häufig auf Karneval.

Stadtgründungen von Cuenca (12. April), Guayaquil (23.-25. Juli) und Quito (Ende November bis 6. Dezember) werden sehr ausgelassen mit diversen Kulturveranstaltungen, Tanz, Musik, Stierkämpfen und Schönheitswettbewerben gefeiert. Der August ist in Quito der Mes del Arte und bietet für Reisende ein abwechslungsreiches Kulturspektakel.

Wer sich am Strand aufhält und sich die Kultur der Costa nicht entgehen lassen möchte, sollte sich vom 3.- 5. August in Esmeraldas aufhalten- dort gibt es anlässlich der Unabhängigkeit ein Fest mit Marimbas und afro- ecuadorianischer Folklore.

Sonnen- und Sonnenwendefeste werden direkt am Äquator der Anden (zum Beispiel in Cayambe) gefeiert, wie beispielsweise das katholische San- Pedro- Fest und das Sonnenwendefest Inti Raymi Ende Juni.

Viele weitere Feste gibt es an vielen Orten und zu den verschiedensten Anlässen. Ecuador Reiseinformationen dazu finden Sie auf vielen Internetseiten, unserem Blog oder auch auf der Positiv Turismo Facebook-Seite.

Das Jahr wird am 31. Dezember mit dem Año Viejo (Silvester) beendet. Dafür werden im Vorfeld Masken von meist politischen Persönlichkeiten verkauft und anschließend werden Figuren verbrannt. In familiären Umfeld gibt es zu später Stunde ein traditionelles Silvestermahl.

Märkte

Märkte eignen sich gut, um das ein oder andere Souvenir zu erstehen oder einen Einblick in die traditionellen Verkaufsweisen zu erhalten. Diese finden beispielsweise statt in:

Ambato (Montagsmarkt für Autos, Tiere und Diverses)

Cotocallao (Straßenmarkt in Nord- Quito)

Cotocachi (Wochenendmarkt mit Lederwaren)

Gualaceo (großer Sonntagsmarkt)

Latacunga (Samstagsmarkt mit beliebten shigras (bunte Netztaschen aus Agaven- Fasern)

Otavalo (größter Samstagsmarkt in Ecuador, Kunsthandwerk)

Pujilí (großer Sonntagsmarkt mit Keramiken)

Riobamba (bunter Samstagsmarkt)

Salasaca (Sonntagsmarkt, handgewebte Wandteppiche

Sangolquí (landwirtschaftlicher Markt am Samstag)

Santo Domingo (großer Sonntagsmarkt)

Saquisilí (Donnerstagsmarkt nahe Quito)

 

Ecuador Reiseinformationen

 

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