Gesundheit
Impfungen
Bei Direktflug aus Europa sind keine Impfungen vorgeschrieben. Wenn Sie jedoch aus bestimmten anderen Ländern mit Gelbfieber-Infektionsgebieten einreisen ( einige Nachbarländer – www.who.int/ith/countries/en/index.html ) wird eine Impfbescheinigung verlangt. Ecuador steht auf keiner Risikoliste für Epidemien!
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien allen Reisenden bei längeren Aufenthalten zusätzlich eine Impfung gegen Cholera und Tollwut.
Das Auswärtige Amt empfiehlt für den Aufenthalt in Ecuador Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch gegen Hepatitis B. Tollwut und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder sollten entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, siehe http://www.rki.de/ auf aktuellem Stand sein.
Außerdem sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Tropenarzt Rücksprache halten.
Höhenkrankheit
Aufgrund der Höhenlage Quitos (2.800 m ü. M.) kann es nach Ankunft in den ersten Tagen zu Symptomen wie Schwindel, Kopfweh, Müdigkeit oder auch Erbrechen kommen. Die Höhenkrankheit oder auch Soroche genannt, betrifft jedoch in erster Linie Bergsteiger. Die Anfälligkeit hierfür hängt von der individuellen körperlichen Verfassung ab sowie auch von Faktoren wie Ausgangshöhe der Bergbesteigung und der Aufstiegsgeschwindigkeit. Vermehrte Flüssigkeitszufuhr sowie Marschpausen wirken den Symptomen entgegen.
Gelbfieber
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 12 Monate bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer – www.who.int/ith/countries/en/index.html ) gefordert.
Bei Reisen in Provinzen im Amazonasgebiet (Orellana, Morona, Napo, Pastaza, Sucumbíos and Zamora) wird eine Gelbfieberimpfung empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von hohem Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht in der Regenzeit in den Küstenprovinzen Esmeraldas, Manabí, Guayas und El Oro im Westen sowie in den östlichen Teilen der Amazonasprovinzen Sucumbíos, Napo und Pastaza. Die Galápagos Inseln sind malariafrei.
Je nach Reiseprofil kann neben der Expositionsprophylaxe durch Kleidung, Mückenschutz und Moskitonetz auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein. Der Gebrauch von Malariaprophylaxen wird bei längeren Aufenthalten im Amazonasgebiet und in den Küstenregionen angeraten. Die Verwendung von mückenabwehrenden Mitteln (Autan, Repelex) sowie die Einnahme von Vitamin B (Complejo B) gegen Insektenstiche wird empfohlen.
Die Auswahl von verschreibungspflichtigen Medikamenten sollte ein Tropen- oder Reisemediziner vornehmen.
Tollwut
Besonders streunende Hunde können diese Krankheit übertragen. Bei einem Hundebiss unbedingt den Besitzer nach dem amtlichen Impfzertifikat fragen.
Denguefieber
Die Erkrankung wird von der tagaktiven Aedes-Mücke übertragen und tritt in Ecuador saisonal in der Hauptregenzeit auf. Die Ausbrüche konzentrieren sich auf die Provinzen Loja, Guayas und Esmeraldas. In der Regel geht die Infektion mit Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen und Hautausschlag einher, in Einzelfällen kann es jedoch zu ernsthaften Gesundheitsschäden wie inneren Blutungen kommen. Ein Mückenschutzmittel tagsüber wird dringend empfohlen.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden.
Haut
Ein gutes Sonnenschutzmittel ist sowie in den Anden (Höhensonne) als auch an der Küste zu empfehlen. Ein Sonnenhut oder eine andere Kopfbedeckung schaffen Abhilfe.
Reiseapotheke
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Zur Frage einer individuellen Reiseapotheke ist Beratung durch einen Tropenmediziner/Reisemediziner sinnvoll.
Medizinische Versorgung
Die ärztliche Versorgung in den Metropolen Quito und Guayaquil ist, zumindest auf privater Basis, europäischen Verhältnissen ähnlich. Moderne Kliniken und im Ausland promovierte Ärzte leisten gute Dienste. Privatkliniken bestehen zumeist auf einer vorherigen Bezahlung der Behandlung. Staatliche Hospitäler und ländliche Gesundheitsämter sind technisch, apparativ und/ oder hygienisch schlecht ausgerüstet.
Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Es ist oft damit zu rechnen, dass der Patient für die anfallenden Behandlungskosten zunächst in Vorlage treten muss.
positiv.turismo













