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In Ecuador wächst “Elfenbein” an Bäumen

Echtes Elfenbein wird aus den Stoßzähnen von Elefanten gewonnen, die dafür auf brutale Weise ihr Leben lassen müssen. Dabei gibt e seine ausgezeichnete und erneuerbare Alternative, bei der niemand zu Schaden kommt: die Steinnuss, auch Tagua genannt. Aus Tagua kann man wunderbare Produkte herstellen, die dem Elfenbein verblüffend ähnlich sehen können. Aber die Gewinnung von Steinnüssen schadet niemandem und hat praktisch nur Vorteile. Fast jeder Bestandteil der Steinnuss-Palme ist verwertbar. Die Blätter werden zum Bau von Dächern verwendet, das steinnuss knopfStammholz für viele weitere Nutzgegenstände. Die Nuss ist am Anfang, wenn sie weich ist, essbar, und aus der Milch wird ein alkoholisches Getränk hergestellt. Aber der wertvollste Teil sind die großen Nüsse, die sechs bis zwölf Monate brauchen, bis sie voll ausgereift sind. Die weiblichen Pflanzen der Steinnuss-Palme entwickeln zwischen fünf und zehn schwere Fruchtballen, sogenannte Mocachas, in denen sich die Samen befinden, aus denen bei voller Reife und Härte die Steinnuss-Produkte hergestellt werden. Mit Tagua als Elfenbeinersatz wird in Europa bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts gehandelt. Die Nachfrage in Deutschland erreichte kurz vor dem Zweiten Weltkrieg ihren Höhepunkt, als rund 3500 Tonnen Steinnuss pro Jahr importiert wurden. Daraus wurden vor allem Knöpfe hergestellt. Diese Verwendung verlor aber durch die Entwicklung von billigeren Kunststoffknöpfen an Attraktivität. Heute werden aus der Steinnuss vor allem Schmuck und andere Ziergegenstände hergestellt, aber das wachsende weltweite Interesse an natürlichen Produkten hat wieder zu einer zunehmenden Nachfrage nach Tagua geführt. Die edle Nuss wird zur Herstellung von Tierfiguren, Schlüsselanhängern, Schachspielen und vielen weiteren Gegenständen verwendet. Vintage Steinnuss-Knöpfe erfreuen sich ebenfalls wieder großer Beliebtheit. Die Steinnuss-Palme wächst nur in Regenwaldgebieten, hauptsächlich in Ecuador und meist unter großen Bäumen. An feuchten Berghängen kann die Tagua-Palme bis auf eine Höhe von 1500 Metern über Meer existieren. Weil diese Palme nun wieder einen kommerziellen Wert besitzt, werden die existierenden Bestände sorgfältig unterhalten und schützen damit auch andere umliegende Regenwaldbestände vor der Abholzung. Die einheimischen Bewohner haben dank der Steinnuss-Palmen eine zuverläßige Einkommensquelle, die ihren Lebensstandard verbessert. Anders als beim tierischen Elfenbein ist der Gebrauch dieses vegetabilen Elfenbeins also eine rundum positive Sache.

Weitere Informationen und Links zur Steinnuss und zu Steinnuss-Palmen. Eine Webseite zur Geschichte der Schmöllner Knopfindustrie in Thüringen, die durch die Herstellung von Steinnuss-Knöpfen berühmt wurde.

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